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Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz würdigt die ehrenamtliche Arbeit des Gesangvereins Mannheim-Neuhermsheim von 1952 e.V.
Gesangverein ausgezeichnet Der Gesangverein Mannheim-Neuhermsheim 1952 e.V. wurde – wie 28 weitere Vereine und Initiativen – für besonderes bürgerschaftliches Engagement 2007 ausgezeichnet. Im Rahmen einer Feierstunde der Stadt Mannheim erhielt der Verein aus der Hand des Oberbürgermeisters Dr. Peter Kurz die entsprechende Urkunde.
Gewürdigt wurde damit die jahrelange regelmäßige Pflege der „Hermsheimer Fibel“, des Bodenmosaiks in Neuhermsheim, das einst auf Initiative des damaligen ersten Vorsitzenden des Gesangvereins, Karl Friedrich, geschaffen wurde.
Die Mitglieder des Gesangvereins zeigen mit diesen und anderen Aktivitäten, dass sie sich auch über den Chorgesang hinaus für ihren Stadtteil Neuhermsheim engagieren.
Der Mannheimer Morgen berichtet in seiner Ausgabe vom 03.12.2007 wie folgt:
Kurz fordert mehr Anerkennung für Ehrenamt
Das Land Baden-Württemberg hatte kürzlich vorbildliche Projekte bürgerschaftlichen Engagements ausgezeichnet. Aus Mannheim hatten sich 29 Projekte beworben, wovon eines die Auszeichnung erhielt, nämlich der vor 17 Jahren von Luitgard Schmitt ins Leben gerufene Betreuungsdienst für Patienten im Theresienkrankenhaus. Die Stadt würdigte jetzt alle 29 kommunalen Bürgeraktionen mit einer Feierstunde im Heinrich-Vetter-Forum der Kunsthalle.
"Vierzig Prozent der Mannheimer Bürger engagieren sich ehrenamtlich. Das ist für eine Großstadt ein bemerkenswerter Wert und auch in Baden-Württemberg ein sehr hohes Maß an ehrenamtlichem Engagement und sehr wichtig für die Stadt", erklärte Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz. "Die Stadt kann in Zukunft nicht auf das Ehrenamt verzichten, da die einstmals stabilen sozialen Netze verloren gehen. Jetzt geht es darum, ein soziales Netzwerk mit neuen Bezügen herzustellen", so der OB weiter. Wichtig sei eine "Anerkennungskultur". Dabei gehe es nicht nur um Staat, Stadt und Land sondern auch um die Vereine. "Es geht um Wertschätzung und Stärkung des Ehrenamts", sagte Kurz. Nicht nur die kleine Feierstunde, sondern auch der Neujahrsempfang der Stadt im nächsten Jahr stehe unter der Überschrift "Ehrenamt", "um für das große ehrenamtliche Engagement der Bürger zu danken". Wegen der "neuen Herausforderung" habe die Stadt eine Fachstelle für bürgerschaftliches Engagement eingerichtet, Ansprechpartnerin ist Manuela Baker-Kriebel. Beispielhaft für das ehrenamtliche Engagement nannte der Oberbürgermeister drei Projekt-Felder. "Zunehmend wichtig ist das gesellschaftliche Engagement im Bereich Bildung, beispielsweise durch Lesepaten an Schulen, die die Kinder und Jugendlichen begleiten, wodurch beide Seiten bereichert werden. Das ist eine große Herausforderung wegen der Unausgewogenheit der Bildungschancen", erklärte Kurz. Eine große Aufgabe sei auch "die lebendige Identität in den Stadtteilen, durch Gestalten der Nachbarschaft, ehrenamtliche Streitschlichter und Unterstützung beim Orientierungslernen als neue Form ehrenamtlichen Engagements". Auch die zunehmende Zahl älterer Menschen bringe ein großes Einsatzfeld für Ehrenamtliche. Nicht zuletzt würden auch "Qualifikation, Persönlichkeitsentwicklung und Selbstbewusstsein der ehrenamtlich Tätigen" gefördert. Die Feierstunde wurde künstlerisch umrahmt von Klara Truong (Piano und Gesang) von der städtischen Musikschule, sowie durch Improvisationstheater von Drama Light. ost
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