Letzte Änderung: 21.11..2011

 

Konzert im Petersdom zu Pfingsten und Rom Reise

Singen im Petersdom – der Luciachor Mannheim-Ludwigshafen in der ewigen Stadt

Von einer einzigartigen Konzertreise ist an dieser Stelle zu berichten:

   53 Sängerinnen und Sänger des Gesangvereins Mannheim-Neuhermsheim 1952 e.V., des Frauen- und Männerchores des MGV 1896 e.V. Rheinau, des MGV Lindenhof und des Gesangvereins BASF. Siedlung Maxdorf reisten zu Pfingsten nach Rom, um dem italienischen Publikum einen kleinen Einblick in das reichhaltige Chorschaffen der sogenannten ‚Lucia-Chöre’ zu geben, die insgesamt ca. 300 Sänger verschiedener Einzelchöre umfassen und unter der bewährten Leitung ihrer Dirigentin, Frau Lucia Lewczuk, neben Einzelauftritten auch gemeinsame Konzerte gestalten. Es war die zweite Reise, die Sängerinnen und Sänger der Lucia-Chöre nach Italien unternommen haben. Die erste führte 2004 an den Lago Maggiore.

   Zwei große Auftritte standen im Mittelpunkt der Reise: ein Konzert in der Chiesa di Santa Monica der antiken Hafenstadt Ostia – vor den Toren Roms – und die musikalische Mitgestaltung der Messe am Pfingstsonntag im Petersdom in Rom.

   Das Konzert in Ostia wurde unter dem Motto „Voci senza frontiere“ („Stimmen ohne Grenzen“) gemeinsam mit dem jungen italienischen Chor Eos gestaltet, der unter der Leitung von Fabrizio Barchi schon zahlreiche Preise gewinnen konnte. Der Luciachor sang neben klassischen Chorälen und Liedern (Melchior Vulpius, Luigi Cherubini, Dimitrij Bortnjanskij, Ludwig van Beethoven u.a.) zur Freude des vorwiegend jungen Publikums auch einige moderne Gospels. Zum großen Erfolg dieses Auftritts trug nicht unwesentlich die Moderation von Adrian Lewczuk bei, der in fließendem Italienisch und mit viel Humor das Publikum über die Arbeit der Luciachöre allgemein und über das aktuelle Programm speziell informierte. Das Echo der italienischen Partner war außerordentlich positiv: Sie äußersten sich anerkennend über die Qualität des Gesangs und die Lebendigkeit des Vortrags; gerade Letzteres hatten sie von einem deutschen Chor eigentlich gar nicht erwartet, wie sie uns nach der Vorstellung bei einem kleinen Umtrunk sagten. Die Klischees sind eben auch im vereinigten Europa immer noch sehr lebendig!

   Den Höhepunkt einer insgesamt beeindruckenden Reise in die ewige Stadt bildete zweifellos der Auftritt im Petersdom in Rom. Es wurde von allen Chormitgliedern als eine große Ehre empfunden, die Pfingstmesse in der wohl berühmtesten Kirche der Welt mitgestalten zu dürfen. Entsprechend aufgeregt waren auch alle Beteiligten. Aber Aufregung kann auch stimulieren! Und so gestaltete sich der Auftritt, bei dem sechs Choräle vorwiegend in lateinischer Sprache gesungen wurden, zu einem vollen Erfolg. Die Begleitung an der Orgel durfte Adrian Lewczuk übernehmen - eine  Fremden selten zuteil werdende Ehre. Am Ende der Messe im Petersdom wurde dem Chor offiziell für seine ‚exzellente’ Mitgestaltung der Messe gedankt.

   Eine Reise nach Rom ohne ein touristisches Programm ist wohl nicht vorstellbar. Und so besichtigte die Gruppe, der neben den Sängerinnen und Sängern  der erwähnten Chöre auch Angehörige und passive Mitglieder der bereits erwähnten Vereine angehörten, zahlreiche Sehenswürdigkeiten in der ewigen Stadt und in ihrer Umgebung.. Aber auch hierbei stand der Gesang im Mittelpunkt: In den berühmten Kirchen Santa Maria Maggiore, Santa Maria degli Angeli, San Paolo fuori le Mura  und in der Villa d’Este in Tivoli erfreuten die Chormitglieder mit ihrem Gesang die zahlreichen Touristen, die das Pfingstfest zu einem Rombesuch genutzt hatten. Es ist aber auch eine besondere Freude, in Gebäuden mit einer solch phantastischen Akustik singen zu dürfen!

   Nicht nur zu einem kulinarischen Höhepunkt des touristischen Programms gestaltete sich der Besuch des auf antike Gründungen zurückgehenden Monte Giove Corioli, wo das Landhaus seit langem im Besitz des alten Adelsgeschlechts der Grafen Moncada di Paterno ist. Dort konnten die Sängerinnen und Sänger ihre italienischen Zuhörer, zu denen auch ein Graf Moncada gehörte, u.a. mit dem auf Italienisch gesungenen venezianischen Volkslied „Voga vogari“ erfreuen, was ein begeistertes Echo bei den Zuhörern auslöste.

Dieser kurze Bericht kann nicht abgeschlossen werden, ohne die hervorragende Organisation der Reise durch das Reisebüro BORGMANN-REISEN zumindest zu erwähnen. Besonders hervorzuheben ist die kompetente Begleitung  und außerordentlich sachkundige Führung in Rom und Umgebung.

Fazit:
Eine einmalige Chorreise, die bei den Beteiligten einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Aber mindestens genauso wichtig ist auch, dass die Gelegenheit genutzt wurde, ein weiteres Mal in einem so sangesfreudigen Land wie Italien die in Deutschland  tief verwurzelte Chortradition bekannt zu machen.

 

 

 

 

[Home] [Stadtteil] [Termine] [A - Z] [Gesundheit] [Dienstleistung] [Einrichtungen] [Verein] [Gruppen]